
Sie lesen Teil 1 von 3 der Reihe „Mehr Erfolg mit der eigenen Ferienhaus-Website“ Am Ende des dritten Teils erhalten Sie eine kompakte Gesamt-Checkliste mit allen Empfehlungen und Maßnahmen aus der Reihe.
Sie haben eine Ferienhauswebsite, aber die Leute buchen woanders? Na klar! Die Website ist (in der Regel) erstmal nur ein Ort von vielen, an dem Urlauber Ihr Domizil buchen können. Und die großen Portale wie Booking.com sind Ihnen in Sachen Sichtbarkeit immer um einige Nasenlängen voraus. Am besten fährt auf lange Sicht aber, wer die Vorteile der unterschiedlichen Kanäle geschickt kombiniert. In Teil 1 der Reihe schauen wir uns Grundlegendes zur Sicht- und Auffindbarkeit Ihrer Website an und wie Sie die Besucherzahlen Ihrer Website steigern.
In aller Kürze: Worauf es ankommt
Warum Urlauber nach Ihrer Website suchen
Der Weg, der Interessierte auf Ihre eigene Ferienwohnungs-Website bringt, führt in den meisten Fällen über eines der Portale: Jemand sucht auf einem Portal nach einer Ferienunterkunft. Er wird fündig, prüft die Verfügbarkeit des Objektes und möchte seinen Urlaub buchen. Aus der Erfahrung heraus weiß er, dass Vermieter auf privaten Websites FeWos oft zu einem günstigeren Preis anbieten. Booking und Co. verlangen schließlich 10–15 % und mehr Provision auf jede Buchung – was Vermieter auf den Portalen häufig (verständlicherweise) über einen höheren Übernachtungspreis an die Urlauber weitergeben. Für Sie als Vermieter die Chance mit Ihrer Website zu punkten: Dort können Sie die günstigsten Preise bieten, denn hier wird keine Portalgebühr und keine Provision fällig.
Aber darf ich auf meiner Website günstigere Preise verlangen als auf den Portalen?
Die großen Buchungsportale hatten tatsächlich lange und häufig standardmäßig eine sogenannte Bestpreisklausel in den AGB, die Vermietern – groß wie klein, Hotelkette wie Ferienhausbesitzern – untersagte, ihre Unterkünfte woanders zu günstigeren Preisen anzubieten. Solche Klauseln wurden inzwischen für kartellrechtswidrig erklärt und festgestellt: Die Portale dürfen nicht auf diese Weise in Ihre Preisgestaltung eingreifen. Heute gilt also für Sie: Sie dürfen (und sollten!) auf Ihrer Website günstiger sein als überall sonst.
Google: Den Preisvorteil überall sichtbar machen
Wenn jemand Ihr Ferienhaus googelt, sieht er zuerst einen kurzen Eintrag: Eine blaue Überschrift und zwei Zeilen Text darunter. Diese wenigen Worte entscheiden, ob geklickt wird oder nicht; und Sie können sie selbst festlegen. Die verlockende Botschaft: Auf dieser Website buchen Sie zum günstigsten Preis. Am besten fangen Sie Nutzer schon über den Text des Google-Eintrages selbst mit dem Preisvorteil ein und weisen auch auf der eigenen Seite möglichst prominent darauf hin.
Der Preisvorteil muss groß genug sein, dass Urlauber den oftmals etwas beschwerlicheren Weg zur Buchung über Ihre Seite auf sich nehmen. Denn heute besitzt praktisch jeder einen Account auf Booking und kommt in nicht viel mehr als drei Klicks an seine Buchungsbestätigung. Für einen guten Preis oder lohnende Vergünstigungen aber nimmt man den längeren Weg doch gern in Kauf.
Denkbar wäre auch, mit weiteren Vergünstigungen zu spielen: „Ihr Hund urlaubt bei uns kostenlos“ könnte ein tolles Pro-Argument für die Buchung über Ihre Seite sein.
So simpel & schnell wie möglich: Der Weg zur Buchung
Ist der Besucher erst einmal auf Ihrer Website angekommen, muss er auf einfachem Wege zum Buchungsabschluss gelangen können. Der Nutzer hat sich also den Umstand gemacht, nicht direkt über das Portal zu buchen. Stattdessen hat er das Tab gewechselt, nach Ihnen gesucht, Sie gefunden und ist nun auf Ihrer Seite. Wichtig ist, dass Sie ihm direkt alle wesentlichen Infos geben und ihn so schnell und einfach wie möglich dorthin leiten, wo er hinmöchte: zum Buchungsformular. Verlinken Sie gut sichtbar zum Buchungsformular und machen Sie durch eine eindeutige Menü- und Seitenstruktur die Navigation durch die Seite so einfach wie möglich. Es ist dabei nicht zwingend notwendig, dass Ihre Unterkunft auf Ihrer Seite direkt buchbar ist, aber es für den User die bequemste und schnellste Variante. Dafür benötigen Sie allerdings wiederum Tools (am besten einen Channel Manager), die Buchung und Zahlungsabwicklung abbilden und Kosten verursachen. Auch ein einfaches Kontakt-Formular, mit „Unverbindlich Anfragen“-Button kann, vor allem für den Anfang, ausreichend sein.
Wenn Sie sich für ein Anfrageformular entscheiden
… ist allerdings Tempo gefragt. Anfragen sollten immer schnellstmöglich beantwortet werden, am besten binnen weniger Minuten. Auch sollten nicht zu viele Zwischenschritte (Hin- und Her-E-Mails) notwendig sein bis der Urlauber seine Buchungsbestätigung im Posteingang hat.
Wenn Sie direkt buchbar sein wollen
… ist die Einbindung eines Channel Managers wie Smoobu oder Lodgify ideal (alternativ auch Beds24, falls Sie eine größere Anzahl an Objekten vermieten). Diese Tools bringen einen synchronisierten Verfügbarkeitskalender und die Direktbuchungsmöglichkeit inklusive Zahlungsabwicklung mit. Einmal eingestellt, läuft das Ganze quasi von allein. Der Haken sind hier die laufenden Kosten, die sich bei Smoobu z.B. monatlich auf etwa 30 Euro für eine Einheit belaufen und dann um die zehn Euro pro weiteres Objekt erhöhen. (Stand: September 2026)
Erst wenn Ihre Website auf Google gut sichtbar ist und kontinuierlich Menschen auf Ihrer Website landen, lohnt sich ein Channel Manager. Sie sollten das am besten über Google Anaytics oder zumindest die Google Search Console im Auge behalten.
Probieren Sie aus, was für Sie passt
Was für Sie langfristig am besten funktioniert können Sie so oder so ausprobieren. Ein Unverbindlich-Buchen-Formular ist schnell aufgesetzt, einen manuell pflegbaren Verfügbarkeitskalender (den Sie als Minimum unbedingt haben sollten) ohne monatliche Kosten binde ich Ihnen gern ein. Und Smoobu bietet einen monatlich kündbaren Tarif. Wichtig aber bleibt: Kommunizieren Sie Preise und Preisvorteile immer gut sichtbar. Urlauber müssen wissen, was ihr anvisierter Urlaub kostet, unabhängig davon, ob sie erst anfragen oder direkt buchen.
Hinweis: Ein Verfügbarkeitskalender gehört auf jede FeWo-Website. Es muss allerdings nicht immer der Teuerste sein.
Machen Sie Ihrer Unterkunft einen Namen
Der Urlauber möchte zum Bestpreis buchen und prüft also über den Namen Ihrer Unterkunft auf Google, ob es eine Website zum Objekt gibt. Klar ist: Damit Urlauber Ihre Website finden, muss sie erstmal grundlegend auffindbar sein. Zwei Tipps hierzu für Sie als Vermieter: Es empfiehlt sich, seinem Ferienobjekt einen einzigartigen Namen zu geben, der es über eine Google-Suche direkt identifizierbar macht. Es bietet sich zum Beispiel an, die Objektart (also FeWo oder Ferienhaus) mit einem unverkennbaren Eigennamen und oder einer Ortsangabe und einem weiteren Merkmal zu verknüpfen, z. B.: Ferienwohnung Mathilda zum Felde, Haus Friedrich am Weiher Aufhofen, FeWo Sommerduft Nordhausen. Diesen zusammengesetzten Namen nutzen Sie konsequent in allen Texten und Platzierungen, online wie offline.
Google-Profil anlegen und aktiv nutzen
Legen Sie unter Ihrem einzigartigen Ferienhaus-Namen unbedingt ein Google-Unternehmensprofil an und verlinken Sie Ihre Website. Business-Einträge werden bei Google sehr prominent angezeigt. So schaffen Sie einen weiteren, sichtbaren Verweis auf Ihre Website und erhöhen die Chance, dass Gäste bei der Google-Suche nach Ihrem Ferienhaus direkt bei Ihnen landen.
Tipp: Pflegen Sie das Profil, indem Sie immer mal aktuelle Bilder hochladen, halten Sie alle Angaben aktuell und veröffentlichen Sie gelegentlich Neuigkeiten zu Ihrer Unterkunft.
Wenn Sie zum Beispiel im Januar noch freie Kapazitäten haben, verfassen Sie doch einen kurzen Beitrag dazu. Um Buchungsanreize zu setzen, könnten Sie im Text auch einen eigenen Gutschein- oder Rabattcode mitgeben, etwa so: „Wir haben noch freie Termine im Januar – buchen Sie jetzt direkt über unsere Website mit dem Code WINTERWONNE27 und erhalten Sie einen Gratis Saunagang.“
Weisen Sie auch hier ruhig immer wieder mal darauf hin, dass Gäste auf Ihrer Website zu den besten Konditionen buchen und dass es auf keinem Portal so günstig ist wie bei Ihnen direkt.
Fazit
Die großen Portale ziehen unweigerlich durch ihre großen Budgets und ihre Bekanntheit die Aufmerksamkeit auf sich. Ihr Ferienhaus wird in der Regel zuerst auf Booking.com gefunden, ehe jemand den Weg auf Ihre Website findet. Daran lässt sich nicht viel ändern. Verständlicherweise wollen Sie trotzdem nicht auf die Platzierung auf den Portalen verzichten, kommen doch darüber die meisten Buchungen rein. Ihre Chance: Fangen Sie diejenigen Urlauber, die aktiv nach Ihrer Website suchen, ein, indem Sie Ihre Website auffindbar machen, Preisvorteile gegenüber den Portalen schaffen und kommunizieren und den Suchenden schnell und einfach zum Ziel führen.
Ich helfe Ihnen gern bei der Optimierung Ihrer Website. Sie erreichen mich über antje@ihre-ferienhauswebsite.de, telefonisch via 01511 589 55 40 oder über das Kontaktformular.
Im zweiten und dritten Teil dieser Reihe schaue ich mit Ihnen auf weitere Maßnahmen, die darauf einwirken, Ihre Website erfolgreich zu machen. Unter anderem schauen wir uns an, welche Portale jenseits von Booking und Co. wirklich sinnvoll für Sie sind und wie Sie Wiederholungsbucher und Stammgäste dazu bringen, beim nächsten Urlaub über Ihre Website zu buchen.
Sie lasen Teil 1 von 3 der Reihe „Mehr Erfolg mit der eigenen Ferienhaus-Website“ Am Ende des dritten Teils erhalten Sie eine kompakte Gesamt-Checkliste mit allen Empfehlungen und Maßnahmen aus der Reihe.
Häufige Fragen / FAQ
Darf ich meine Ferienwohnung auf meiner eigenen Website günstiger anbieten als auf Booking.com?
Wie groß sollte der Preisunterschied zwischen Portal und eigener Website sein?
Der Preisunterschied muss merklich sein, sonst lohnt sich der Umweg für den Gast nicht. Als Orientierung dient die Provision, die Sie auf dem Portal zahlen – üblicherweise 10–15 %.
Brauche ich zwingend eine Direktbuchungsoption oder reicht ein Anfrageformular?
Beides funktioniert. Die Direktbuchung verliert weniger Interessenten, weil der Gast sofort abschließen kann. Ein Anfrageformular ist schnell aufgesetzt und es kann ebenfalls gut performen – vorausgesetzt, Ihre Antwort folgt in kürzester Zeit.
Brauche ich einen Verfügbarkeitskalender auf meiner Website?
Ja. Auf der Website selbst nicht klar erkennen zu können, ob der Wunschtermin frei ist, führt zu Unsicherheit – und nicht selten zum Buchungsabbruch. Es gibt insbesondere für Kleinstvermieter mit 1-3 Objekten Verfügbarkeitskalender, die mit manueller Pflege auch ohne monatliche Kosten eingebunden werden können. Sprechen Sie mich gern darauf an.